Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie – ist das möglich?

Familypreneur

Die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie ist oft eine wichtige Hürde – leider wird sie nur allzu oft vernachlässigt

Unternehmertum und Familie – ist das überhaupt ein Thema?

Wenn man sich Ratgeber, Artikel in Business-Magazinen und ähnlichen Medien durchliest, stößt man häufig auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wie schwierig das alles ist und wie andere es schaffen oder daran scheitern. Es gibt zahllose Ratgeber und auch Coaches dazu.

Aber über die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie liest man schon wieder sehr viel weniger – warum eigentlich?

Weil Unternehmer sehr viel eher als Alpha-Tiere angesehen werden, denen alles in leicht fällt oder sie alle Probleme einfach niederwalzen? Weil sie unverbesserliche Optimisten sind und deren Leidensfähigkeit viel ausgeprägter ist? Vielleicht weil sie sich für nichts anderes als ihre Firma interessieren, oder weil denen eh nicht mehr zu helfen ist?

Ich weiß es nicht.

Fakt ist jedoch, dass auch dort der Spagat zwischen unternehmerischen Zielen und Familie geschafft werden muss. In den Anfangsjahren ist das sogar meist noch viel anstrengender.

Insgesamt wird es aber oft nicht als so anstrengend empfunden, da man als Unternehmer oft seiner Leidenschaft nachgeht und die Arbeit damit nicht unbedingt als solche ansieht. Man arbeitet dabei auf selbst gesteckte Ziele hin und weiß somit für was man sich den Ar… aufreißt.

Die laufende Selbstausbeutung und Vernachlässigung der Familie wird dabei oft nicht bemerkt.

Aber auch darin liegt die Gefahr!

Sind Unternehmer keine Familienmenschen?

Unternehmer gehen oft in ihrer Aufgabe auf – sie haben eine Mission. Manche haben auch eine große Vision und setzen alles daran diese zu erreichen.

Dabei vergessen sie auch mal gerne ihre eigenen Hobbies, den Freundeskreis und im schlimmsten Fall auch mal die Familie. Das ist nicht bösartig, liegt aber – zumindest aus Sicht der Unternehmer „kurzfristig“ – außerhalb des eigenen Fokus.

Familie glücklich beim Baden

Unternehmer sind auch Familienmenschen

Für Mitmenschen kann das eine große Belastung sein. Manche Unternehmer nehmen das vielleicht gar nicht erst wahr, wenn sie in ihrem Flow sind. Das heißt aber nicht, dass es ihnen nicht wichtig ist.

Im Gegenteil – manche fokussieren sich darauf um auch der Familie ein besseres Leben bieten zu können. Dazu gehört nicht nur Zeit und Geld, sondern auch die Zufriedenheit mit sich selbst. Viele Unternehmer sind erst dann mit sich selbst zufrieden und ausgeglichen, wenn sie ihre Ziele erreichen, wenn sie sich austoben können.

Dieser innere Drang muss raus – den zu unterdrücken führt langfristig zu Frust. Das ist noch schlimmer für das Familienleben.

Unternehmer sein mit Familie geht, wenn…

Wenn der Laden mal läuft und die Delegation funktioniert, kann man sich sehr viel mehr Freiräume schaffen, als es im Angestelltendasein jemals möglich wäre.

Planvolles Vorgehen, runterbrechen in kleine Einzelziele, Tages- Wochenpläne, Morgen- und Abendroutinen, um nur ein paar Schlagworte zu nennen. Es gibt viele Möglichkeiten die mit Strukturen das Leben erleichtern und damit den Freiraum für Familie zu schaffen.

Das verlangt natürlich Disziplin und den Willen und Mut auch loszulassen. Aufgaben abgeben können nicht alle. Aber das ist der Schlüssel zur Freiheit und zurück zur Familie.

Auf diese Tools und Hacks will ich hier aber nicht weiter eingehen, denn jede einzelne Disziplin wäre einen eigenen Blogartikel wert. Außerdem gibt es dazu schon genug Leute mit mehr Erfahrung, die sich dazu äußern. (Dazu will ich später eine eigene Auflistung mit Blogs und Podcasts, die jungen Unternehmern sehr helfen können, veröffentlichen)

Familie als nebenberuflicher Unternehmer – jetzt wird es brenzlig

Jetzt wird es kritisch. Job, Familie und dann noch nebenbei was aufziehen. Bleibt da noch Zeit für irgendwas?

Klar ist, dass der Tag 24 Stunden hat und man damit auskommen muss.

Wir sprechen hier vom jungen Unternehmer mit Familie. Ich unterstelle jetzt mal die von mir als typisch angesehene Situation – ähnlich der meinen 😉 – als „Normalfall“:

In den 30ern, Haus gekauft / gebaut, ein bis zwei Kinder im Kindergarten- / Schulalter, erste körperliche Beschwerden, vermeintlich beste Zeit im Hauptberuf mit Überstunden, das Gehalt wird benötigt um den angenehmen Lebensstandard halten zu können, zu wenig Zeit für Sport oder Hobbies.

Da bleibt nicht mehr viel übrig. Außer der Traum – und der muss raus und will gelebt werden. Vielleicht hast du auch eine „Löffelliste“ und siehst die Zeit schwinden.

Du fragst dich, wie lange du warten willst.

Also muss es irgendwie gehen. Es muss eine Lösung her!

Unternehmer suchen nach Lösungen, nicht nach Hindernissen. Also los…

Nebenberufliches Unternehmertum und Familie schließen sich nicht aus

Wer will, der kann. Ziemlich platte Aussage – aber da ist was dran. Bei mir klappt es, aber mit Schwierigkeiten. Es gibt auch genug andere Beispiele.

Familie und Unternehmertum vereinen

Vater mit Kind bei der Arbeit

Manche davon bauen das eigene Business nebenbei so weit aus, dass sie davon leben können und andere bleiben in der

ungezwungenen nebenberuflichen Schiene. Deren Ziel ist es sich auszutoben und dabei die Leichtigkeit des Hobbies nicht zu verlieren.

So, wie viele Marathonläufer oder Triathleten aus meinem beruflichen Umfeld trotz Familie regelmäßig trainieren und Wettkämpfe bestreiten, kann man auch als Entrepreneur aktiv sein.

Dafür ist aber (wie auch im Sport) jede Menge Disziplin nötig. Ich habe dabei mein eigenes System entwickelt, das ich die PDF-Formel getauft habe. Mehr dazu im nächsten Blog-Artikel.

Mein Weg Unternehmer mit Familie zu sein

Mein bisheriger Ansatz war, das Business am Laptop im Zug zu betreiben. Die bisher tote Zeit setze ich so sinnvoll ein. Als Pendler verbringe ich täglich knapp 2 Stunden im Zug, und nach Jahren des Lesens nutze ich die Zeit nun anders – und wie ich finde auch sinnvoller.

Natürlich kann man nicht alles vom Zug aus erledigen. Die Verbindung ist auch viel zu schlecht um ordentlich ein Online-Business betreiben zu können. Auch hört man ja nicht mit Verlassen des Zuges auf Unternehmer zu sein. Aber es senkt den Impact auf meine Familie ungemein.

Man kann die Familie auch mit einbeziehen, wenn sie das will. Sei es als Sparringspartner, Ratgeber bei schwierigen Entscheidungen, Produkttester (meine Tochter liebt ihren Kletterturm) oder moralische Unterstützung, wenn es mal nicht so läuft.

Dabei ist aber zu beachten, dass nicht nur die negativen Aspekte bei der Familie ankommen, sonst gehst du ihnen damit irgendwann auf den Keks. Überrasche sie auch mit positiven Neuigkeiten oder einfach mit erreichten Zielen, die für dich wichtig sind.

Ich persönlich glaube, wenn man dabei nicht verkrampft, das Positive in den Vordergrund stellt und seine Ressource sinnvoll einsetzt ist nebenberufliches Unternehmertum und Familie absolut machbar.

Was wäre dein Rezept um alles unter einen Hut zu bekommen? Würdest du es auch versuchen, wenn die Leidenschaft und Sehnsucht nach was eigenem dich packt?

Über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen…

Bis zum nächsten Mal mit meiner PDF-Formel

Oli

 

Ressourcen

Buch 4-Stunden-Startup von Felix Plötz

Film „Das Beste kommt zum Schluss“ der ultimative Antrieb seine eigene Löffelliste zu schreiben

Alexander Hartmann – ein Verfechter der Löffelliste

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