Freunde helfen Gründer – das bringt wirklich viel

Freunde helfen Gründer

Freunde helfen Gründer oft mit Ratschlägen, Tipps und Beistand

Freunde helfen Gründer – nicht irgendwelchen Gründern, sondern in dem Fall speziell mir. Das ist für mich enorm wichtig und ich möchte mich hier einfach mal bedanken und die Geschichte dazu erzählen.

Im letzten Beitrag ging es ja darum, wie ich Partner gewinnen kann. Ganz speziell um Partner für den Ausbau und Vertriebspartner. Es waren also immer neue Kontakte, die zielgerichtet eingesetzt werden sollten um bei einer bestimmten Aufgabe helfen zu können. Natürlich gegen entsprechende Bezahlung oder Umsatzbeteiligung.

Diesmal widme ich den Artikel lieber meinem direkten Umfeld, also Freunde, Familie und Bekannte, die mir als Gründer immer wieder helfen – auch ohne es zu bemerken. Dort ist auch einiges an Potential vorhanden und das in mehrfacher Hinsicht. Natürlich geht es nicht darum das Umfeld auszunutzen, sondern möglichst sinnvoll einzubinden, sofern die Bereitschaft dazu da ist.

Und ich kann sagen, dass ich von der Hilfsbereitschaft sehr angetan war. Nicht nur, dass einige sich über Monate oder sogar Jahre meine immer neuen Ideen bereitwillig angehört und diese mit mir konstruktiv diskutiert haben, sondern auch aktiv Ideen eingebracht haben, mit denen ich was aufbauen könnte.

Die Gespräche mit meinen Sparringspartnern waren mir immer sehr wichtig, und ich habe daraus immer viel mitnehmen können. Das war aber noch alles vor meinem Start und somit alles relativ lax, denn es waren ja „nur“ Gespräche, aus denen noch lange keine konkrete Handlungsempfehlung hervorging.

Etwas anders wurde es dann, als ich angefangen habe mein erstes Projekt auch in die Tat umzusetzen. Dann haben einige bemerkt, dass der Spinner es ja doch ernst meint und zum Gründer mutiert. Die Leute haben nicht die Lust oder das Interesse daran verloren, aber die Themen wurden konkreter und gingen mehr in die Tiefe. Dadurch dezimierte sich die Zahl meiner guten Gesprächspartner ein wenig, und es wurden immer weniger Freunde, die mir als Unternehmer helfen konnten. Ab diesem Zeitpunkt war mehr wirkliches Fachwissen gefragt, und die Themen wurden für Außenstehende Nicht-Gründer damit auch langweiliger.

Um das nicht falsch zu verstehen – die Gespräche vorher waren gut und wichtig, um meine Ideen von der Kundenseite her beurteilen zu können. Wenn da schon kein Interesse an einer Idee erkennbar gewesen wäre, hätte man das Projekt direkt schon begraben können. Außerdem hat es mir geholfen immer wieder über meinen Tellerrand zu schauen, wenn ich schon zu fixiert auf meine Idee gewesen war.

Für Gründer ist Fachwissen ist gefragt – damit ändern sich die Gesprächspartner

Nur mit dem konkreten Projekt und den Problemen der Umsetzung war nicht mehr die Konsumentenmeinung, sondern spezifisches Fachwissen gefragt, dass natürlich nicht jeder mitbringt. Das gute ist natürlich, wenn man bei Einzelnen auf das Wissen diverser Fachgebiete zurückgreifen kann.

Ein schönes Beispiel ist, dass eine meiner aktivsten Gesprächspartner mir als Anwältin nun auch konkrete Tipps im rechtlichen Bereich geben konnte – und wenn ich nur einer Bestätigung meiner Meinung benötigt habe. Dadurch fühlt man sich dann doch gleich besser gerüstet.

Freunde helfen Gründer - je unterschiedlicher, desto besser

Freunde helfen Gründer – je bunter deren Interessen, desto mehr Erkenntnisse sind möglich

Ein weiteres sehr gutes Beispiel ist meine Designerin aus dem Freundeskreis, denn ohne sie hätte ich mir aus irgendeinem Logo-Kreationstool im Internet ein Logo zusammen gezimmert und würde mit dem Standard-Design meiner Shop-Software den Außenauftritt ruinieren. Da steckte für beide viel Arbeit dahinter, und für mich auch sehr viele neue Erkenntnisse über Corporate Design. Das ging dann schon über einen reinen Freundschaftsdient hinaus und wurde entsprechend der professionellen Arbeit natürlich auch finanziell gewürdigt. Wem mein Design gefällt, der darf sich gerne auch mal auf ihrer Seite umsehen: www.dunjametz.de

Ich könnte hier noch einige weitere positive Beispiele aufzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Insgesamt aber bin ich hoch erfreut über die Hilfsbereitschaft und Kritik, die mir entgegengebracht wurde und noch immer entgegengebracht wird.

Aber man muss doch sagen, dass ich nicht in einem Umfeld lebe, in dem Unternehmertum oder Entrepreneurship groß geschrieben wird. Es gibt hier kaum weitere Gründerszene und somit fehlt mir der intensive Umgang mit mehreren Gleichgesinnten, die nicht nur meine Motivation für so viel zeitlichen und finanziellen Einsatz, sondern auch die daraus entstehenden Probleme kennen.

Es gibt den ein oder anderen, mit dem ich mich auch regelmäßig austausche und das genieße ich sehr. Nur ist mir das zu wenig, um richtig in die Gründerszene eintauchen zu können. 10 regelmäßige Diskussionspartner mit Gleichgesinnten sind besser als 2. Aber die zaubert man ja nicht mal eben so aus dem Hut – oder doch?

Freunde helfen Gründer 2.0 – die Cloud einbeziehen und das gewünschte Umfeld virtuell erschaffen

Wow – das hört sich cool an 😉 Aber das ist in etwa das, was ich als Teilziel für diesen Blog habe. Wer also mehr als nur lesen will, kann sich hier gerne durch Kommentare einbringen und hier unten zum Newsletter eintragen. Dadurch kann eine gewinnbringende Situation für beide Seiten entstehen.

Dafür muss ich aber nun auch mehr Marketing für meinen Blog betreiben und versuchen Leser durch gezielte Maßnahmen in meinen Newsletter zu bekommen. Dazu habe ich kürzlich einen Artikel für eine Blogparade geschrieben und integriere mich mehr in der Blogging-Szene.

Dazu bist auch Du gefragt! Kommentiere fleißig mit, teile meine Artikel auf FB oder Twitter und spreche auch gerne Personen mit Bezug zur Gründer-Szene und Unternehmertum an, um sie für meinen Blog zu begeistern. Je mehr Leute ihre Erfahrungen hier mit einbringen, desto besser werden die Diskussionen und wir können alle davon profitieren und unser Business vorantreiben.

Natürlich bist nicht nur Du gefragt, sondern hauptsächlich ich selbst. Denn trotz allen Zuspruchs ist bisher noch nicht so viel in meinem Business passiert, wie ich mir das vorgestellt habe.

Was also muss ich ändern?

Ganz weit vorne auf der Liste der möglichen Heilsbringer ist E-Mail-Marketing. Und genau um dieses Thema geht es im nächsten Artikel.

 

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Oli,
    ich finde es sehr spannend, wie du die interessanten Erfahrungen deiner Gründeranfänge mit uns teilst. Ich bin auch noch dabei, DEN richtigen Weg oder DIE entscheidende Idee für mich zu finden. Fakt ist aber, dass ich ungern mein Leben lang in einem Angestelltenverhältnis bleiben möchte. Ich möchte einfach mehr vom Leben und mich selbst verwirklichen. Leider treffe ich innerhalb meines Umfeldes gerne mal auf Unverständnis – vor allem weil ich eine Frau bin ;-). Umso mehr tut es dann gut, solche Artikel wie deine zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt, wie dein Weg sich noch entwickeln wird und danke dir, dass du deine Erfahrungen so ehrlich mit uns teilst.
    LG
    Elena

    1. Hallo Elena,
      Vielen Dank für deine offenen Worte. Natürlich verdrehen auch bei mir schon Freunde die Augen 😉
      Aber die sind nicht auf dem Verteiler und bei denen vermeide ich auch das Thema – außer sie sprechen mich darauf an.
      Ich finde es aber wichtig sich dauerhaft ein Umfeld zu schaffen, an dem man wachsen kann. Es verdrängt das alte nicht, aber es kommt dazu – nicht nur virtuell, sondern auch reell. Kannst dich ja gerne hier mit einbringen und damit dein Umfeld erweitern. Das würde mich sehr freuen.
      LG
      Oli
      PS – ich finde es gut dass du als Frau dein Ding machen willst – das trauen sich viel zu wenige!

  2. Hi Oli,
    vielen Dank, dass Du unsere Zusammenarbeit in Deinem Artikel erwähnst.
    Es hat großen Spass gemacht mit Dir zu arbeiten und das süße Äffchen Sonny zu zeichnen: Ein exklusives, handgemachtes Logo und ein individuelles Corporate Design helfen natürlich, sich von den Mitbewerbern abzugrenzen und seine Marke zu positionieren.

    Da Du meine Website erwähnst, erhöht das den Druck auf mich endlich die alte Landingpage offline zu schalten und mein Portfolio zu aktualisieren. Das ist gut so! In den nächsten Wochen werde ich fortlaufend Projekte ergänzen, unter anderem natürlich auch kletterturm.de.

    Ein kreatives Umfeld, um sich auszutauschen finde auch ich sehr wichtig um erfolgreich zu arbeiten. Leider kenne ich das Problem, dass ein solches Umfeld z.B. in der Kleinstadt, in der ich lebe defacto nicht vorhanden ist. Seitdem ich zwei Kinder habe, bin ich auch selten in den Städten unterwegs, wo der Austausch (zumindest für Designer) selbstverständlich und einfach ist, da eine Kreativ- und Agenturszene existiert, die hier fehlt. Manchmal fühle ich mich deshalb so, als hätte ich zwei Leben und versuche ständig beides miteinander zu vereinbaren: Mutter und Designerin und ich möglichst natürlich beides sehr gut machen!!! Klar! 🙂 Trotzdem habe ich die Entscheidung selbständig zu arbeiten nie bereut.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deiner Selbstständigkeit und mit kletterturm.de

    LG Dunja

    1. Hey Dunja,
      was soll ich sagen: Gute Arbeit muss halt gewürdigt werden 🙂

      Ich hatte ja nach Deinem Kommentar erst ein schlechtes Gewissen, aber das hat sich schnell erledigt. Wenn Du Dir damit Deine Landingpage auf Vordermann bringen musst, bringt es Dich ja auch weiter.

      Nochmal Danke für Dein Engagement und ich wünsche Dir auch viel Erfolg und viel Spaß bei Deinen Projekten!

      LG
      Oli

  3. Ich habe mal einen lustigen Spruch gelesen. Er lautete sinngemäß: Jeder mit einer neuen Idee ist erstmal ein Spinner – so lange, bis die Idee funktioniert!

    Ich glaube, es ist normal, immer Leute im Bekannten- oder Familienkreis zu haben, die den Drang, etwas eigenes zu gründen, nicht verstehen können und einen von solchen – ihrer Meinung nach – unvernünftigen Flausen abbringen wollen. Inzwischen versuche ich nicht mehr, solche Leute von meinem Vorhaben zu überzeugen. Es ist Energieverschwendung. Sie fühlen sich im Recht, solange du keine Einkünfte aus deinem Business vorweisen kannst.

    Deshalb ist die Aufbau-Phase eines Businesses wohl besonders kritisch. Du darfst dich von der Skepsis deines Umfeldes nicht anstecken oder zurückhalten lassen. Manche Leute sind einfach notorische Zauderer und Zager. Für sie gibt es nur einen vernünftigen Weg: angestellt sein. Ihre Einschätzung wird dich nicht weiter bringen.

    Ich gebe nur auf Kritik etwas, von Leuten, die meine Idee nicht von vornherein (mehr oder weniger offensichtlich) ablehnen, sondern bereit sind, die Chancen und Risiken meines Businesses unvoreingenommen auszuloten.

    1. Hi Nicole,
      Der Spruch ist gut und birgt auch eine Menge Wahrheit.
      Deine Art zu Filtern finde ich gut!
      Auf der einen Seite ist es wichtig konstruktive Kritik ernst zu nehmen, und daraus wichtige Schlüsse für das eigene Business zu ziehen; auf der anderen Seite darf man sich auch nicht zu sehr von unbeteiligten runterziehen lassen.
      Ich hoffe, dass Du es auch weiterhin schaffst nur die wichtige Kritik an Dich heran zu lassen!
      LG
      Oli

  4. Freunde sind dafür da weiterzuhelfen, denn ansonsten müsste man sich fragen ob es wirklich Freunde sind. Die andere Sache ist aber die, das „Hilfe“ nicht genau definiert ist, denn die kann sowohl Ermutigung, Netzwerkkontakte aber auch mal konstruktive Kritik an der Idee oder dem Konzept sein. Ohne das warme Netzwerk bleibt einem nur die Kaltakquise übrig, egal ob online oder offline, und solange es kein wildes MLM Unternehmen ist, empfehlen und helfen einem die Freude auch gerne weiter, so zumindest in meiner Erfahrung.

    1. Hey David,
      klar sollen Freunde weiterhelfen, aber man braucht sie manchmal auch, um die Wahrheit zu hören, wenn man sich in ein Projekt verrent. Wichtig ist dabei, dass sie erst zuhören und dann kritisieren oder mit Tipps weiterhelfen.
      Als Vertriebsnetzwerk würde ich sie nur ungerne sehen, oder einsetzen – dafür gibt es genug andere Vertriebskanäle. Ich bin der Meinung, dass ein Business mit einem guten Produkt auch ohne Family & Friends laufen muss.
      Außerdem muss man dort nicht wirklich verkaufen: wenn man für sein Produkt wirklich brennt, merken sie es schon 😉
      VG
      Oli

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